Neodym

Gebraucht wird Neodym vor allem für die Herstellung der extrem leistungsstarken Neodym-Eisen-Bor-Magnete. Diese können dauerhaft das 1.300-Fache ihres
Gewichts tragen. Sie werden überall dort eingesetzt, wo man starke Magnetfelder bei kleinem Volumen braucht: in Turbinen oder hocheffektiven Elektromotoren, in Mikrofonen oder Lautsprechern in Smartphones – kurz: in der Hochtechnologie.

Europium

Was Neodym für die Magnetkraft, ist Europium für die Leuchtkraft. Europium bildet den roten Farbstoff für Farbbildröhren und wird bei Energiesparlampen eingesetzt. Wird Europium in Farben verarbeitet, leuchten diese viele Minuten lang hell oder dimmen für mehrere Stunden schwach, wenn sie vorher einer starken Lichtquelle ausgesetzt waren. In Keramiken wird es zum Strahlenschutz in der Reaktortechnik eingesetzt, in Supraleitern dient Europium als Legierung.

Dysprosium

Ähnlich wie Neodym besitzt Dysprosium stark magnetische Eigenschaften. So ist Dysprosium Bestandteil von Permanentmagneten, die in Generatoren für die Stromerzeugung und in Elektroautos ihre Arbeit verrichten. Es dient als Abschirmmittel für Kernreaktoren und wird in Energiesparlampen verarbeitet. Zudem  wird es zur Herstellung von Laserwerkstoffen, Glas und Halogenlampen verwendet.

Praseodym

Praseodym wird in Legierungen mit Magnesium zur Herstellung von hochfestem Metall für Flugzeugmotoren verwendet. Zudem wird das Element für das
Färben von Glas und Emaille benötigt. Da Praseodym auch die UV-Absorption verbessert, wird es für Augenschutzgläser benutzt. Praseodym-Verbindungen
werden zur Grünfärbung von Kristallglas sowie für keramische Werkstoffe mit hoher elektrischer Leitfähigkeit eingesetzt.

Terbium

Terbium wird zum Dotieren von Halbleitern verwendet und dient als Aktivator für fluoreszierende Leuchtstoffe. Zusammen mit Zirkondioxid arbeitet es in einer der Zukunftsbranchen: als Stabilisator von Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Zudem wird das Oxid dem grünen Leuchtstoff in Bildröhren und Fluoreszenzlampen zugesetzt. Aufgrund seiner ferromagnetischen „Talente“ eignet sich Terbium zur Herstellung von magnetischen Bauteilen: Insbesondere in Neodym-Eisen-Bor-Magneten erhöht es die Leistung.

Yttrium

Yttrium ist von seinen Anwendungsgebieten her ein echter Tausendsassa: In der Reaktortechnik dient es als Hüllmaterial für Kernbrennstäbe, in der  Fernsehtechnik wird es zur Erzeugung roter Fluoreszenz benötigt. Auch als Leuchtstoff in LEDs sagt man Yttrium eine große Zukunft voraus. In der  Keramikindustrie wird es für leistungsstarke Werkstoffe benötigt. Weitere Einsatzbereiche sind Energiesparlampen, Plasmabildschirme, Lambda-Sonden, Zündkerzen, Reaktor-Rohre, Heizdrähte, Laserkristalle, Mikrowellenfilter und Elektrolyte in Brennstoffzellen.

Gadolinium

Das ferromagnetische Gadolinium steckt in Radarschirmen und Mikrowellen. In modernen Uran-Brennelementen für Kernreaktoren wird Gadolinium zur Kontrolle eingesetzt. In der Kernspintomographie dient die Seltene Erde als Kontrastmittel. Gadolinium arbeitet als grüner Leuchtstoff z. B. in  Plasmabildschirmen. Außerdem wird Gadolinium für Hochleistungskeramiken u. a. in der Zahntechnik benötigt.